← Zurück

Steinlach 4 verdient sich Unentschieden in Tübingen – 18.01.2026

Die vierte Mannschaft des Schachclub Steinlach durfte im ersten Spiel des Jahres bei den Königskindern Hohentübingen 3 gastieren. Während die Tübinger auf einem der ersten Tabellenplätze anzutreffen sind, steht die Steinlacher Mannschaft in der unteren Tabellenhälfte unter Zugzwang, um einen möglichen Abstieg auszuschließen.
Den kürzesten Arbeitstag hatte Stefan Behnle (Brett 3). Zunächst hatte er im Zuge der Caro-Kann-Eröffnung einen seiner Bauern abgeben müssen, konnte sich im Anschluss allerdings geschickt zurückkämpfen: Er bot seinem Gegenüber einen weiteren Bauern an – vermeintlich gratis. Dass dieser vergiftet war und mit einem Figurengewinn für Stefan einherging, sah er nicht. Nach dem Abtauschen einiger Figuren auf dem Brett kristallisierte sich Stefans Vorteil immer deutlicher heraus, der Tübinger gab folglich auf.

Nach 67 Zügen endete dann auch die Partie an Brett 4. Markus Hetz und sein Kontrahent hatten sich für eine ungewöhnliche Eröffnung entschieden, die in ein komplexes Mittelspiel mit asymmetrischen Figuren führte. Markus zeigte als es ins Endspiel ging Geduld und konnte seine Figuren aktiver positionieren. Sein präziseres Spiel führte letztlich zu einem Freibauern und ermöglichte ihm, einen Mattangriff zu starten – auch er gewann seine Partie.
An Brett 5 musste Edgar Hoffmann die erste Niederlage für Steinlach hinnehmen. Während die Partie in der Anfangsphase lange als ausgeglichen bezeichnet werden kann, geriet er ab dem Mittelspiel zunehmend in eine passive Stellung und unter Druck. Die Folge: Ein Figurenverlust. Dennoch bestand zunächst noch Hoffnung, da Edgar im Gegenzug positionelle Vorteile mit ins Endspiel nehmen konnte. Als sich abzeichnete, dass dies nicht für ein Durchkommen ausreichen würde, folgte die Aufgabe.

Derweil war die Partie von Cezary Niczyporuk (Brett 2) von einem Hin und Her geprägt. Nachdem der Tübinger stärker aus der Eröffnung herauskam, konnte sich Cezary im Mittelspiel wieder zurückkämpfen und die Initiative übernehmen. In der Folge kam es zu einem Figurenopfer, welches wohl nicht ganz sauber war und der Partie noch einmal mehr Spannung verlieh. Am Ende war es aber Cezary, der die Fehler seines Gegners besser ausnutzen konnte und die Partie für sich entscheiden konnte.
Als nächster beendete Wolfgang Springer an Brett 6 seine Partie. Nach englischer Eröffnung hatte er im Mittelspiel eine Qualität, also einen Turm gegen eine Figur, verloren. Er geriet in der Folge immer stärker unter Druck und konnte den Vormarsch eines gegnerischen Bauern in Richtung Umwandlung zur Dame nur noch zusehen. Er musste sich geschlagen geben.
Nach langem Kampf beendete Willi Weihing (Brett 1) seine Partie. Er hatte bereits in der Eröffnung einen Läufer verloren und dafür lediglich einen Bauern als Kompensation erhalten. Er kämpfte zwar lange und bemühte such, wieder in die Partie zu finden, konnte allerdings nichts mehr ausrichten. Sein Gegner tat, was in dieser Situation richtig ist: Möglichst alles, was noch auf dem Brett steht, abtauschen. Und so ging der letzte Brettpunkt an die Tübinger.
Summa summarum springt dennoch ein 3:3 heraus, was angesichts der unterschiedlichen Tabellensituationen für die Steinlacher Mannschaft definitiv ein zufriedenstellendes Ergebnis darstellt. Im nächsten Spiel am 8. Februar werden die SF Pfullingen 5 im Steinlachtal zu Gast sein.

Spieleabende:
Kinder/Jugend:
– Anfänger: Freitags 17:30 – 19:00 Uhr Vereinsraum Mehrzweckhalle Ofterdingen (Schulstr. 5)
– Fortgeschrittene: Freitags 18:30 – 20:00 Uhr Vereinsraum Mehrzweckhalle Ofterdingen (Schulstr. 5)
Erwachsene:
– Freitags ab 20:00 Uhr Vereinsraum Mehrzweckhalle Ofterdingen (Schulstr. 5)
– Montags ab 20:00 im unteren Sitzungssaal der KBF in Mössingen (Im Rosenbenz 12)

Alle Schachinteressierten – Jugendliche wie Erwachsene – sind herzlich willkommen.